Zeitspiegel

Um 1300

Bau einer Kapelle ausserhalb der Komménde

1426

Weihe des mittelalterlichen Baubestandes als spätgotische, aus drei gewölbten Jochen bestehende Saalkirche mit geradem Chorabschluss, dreiteiligen Maßwerkfenstern und nördlich befindlichem Sakristeianbau.

1580

Anbringung des Epitaphs von Komtur Johann von Ledebur im Chor

1659

Erweiterung der Kirche nach Westen in Form eines rechteckigen Vorbaus

1676

Weihe des von Komtur Johann Jacob von Pallandt gestifteten barocken Hochaltars des heiligen Johannes des Täufers sowie der beiden Nebenaltäre zu Ehren des Evangelisten Johannes und der Heiligen Katharina am 19. Januar

1684

Stiftung einer Ewigen Lampe von Komtur Johann Jacob von Pallandt

1693

Anbringung des Epitaphs von Komtur Johann Jacob von Pallandt

1702

Anbringung des Epitaphs von Komtur Otto von Pallandt in der Kirche, welches später an der westlichen Außenwand einen neuen Platz fand und schließlich 1912, weil es Schaden litt, an das Kreismuseum Bersenbrück verkauft wurde

1733

Stuckierung der drei gotischen Gewölbe durch Josef Geitner

1735

Visitation der Kirche: “und befunden, dass selbige in starke Gemäuer und Obdach von Schiefer Steine bestehe und ein turmel mit zwey glocken, auch eine schlag uhr habe, inwen- dig gewölbt seye, drey altäre alß den hohen sub invocantione st. Joannis Baptistae, die zwey neben altäre sub invocatione st. Joannis Evangelistae et st. Catharinae neben einer orgel mit acht stimmen habe.”

1771

Visitation der Kirche: “…. inwendig gewölbet und vor etlichen Jahren inwendig repariret und mit structur arbeit kostbar verziret.” Gemeint ist die Stuckdecke

1815

Am 10. Januar wird entgültig verfügt, dass die Stolgebühren der Katholiken des Kirchspiels Bramsche nicht mehr an den lutherischen Pastor, Schulmeister und Küster in Bramsche, sondern an die Pfarrer von Lage und Malgarten zu zahlen sind. Damit wird die Kirche von Lage nach der 1810 erfolgten Enteignung der Johanniter auch offiziell zur Pfarrkirche. Die Riester Katholiken tragen nunmehr die Baulast

1823

Dotierung der Pfarrei durch die Hannoversche Klosterkammer

1827

Vergrößerung des Kirchhofes durch Zuschüttung des sogen. Kirchteichs

1831/32

Bau eines neuen Priechens im westlichen Vorbau, dafür Durchbruch der oberen westlichen Giebelmauer, Verlegung der Orgel in den Chor. Diese Maßnahme war notwendig, um für die 1828 eingepfarrten Katholiken aus Bieste Platz zu schaffen

1859

Anschaffung eines neugotischen Taufsteines von Bildhauer Bergmann

1860

Entfernung des sogen. Commandeurstuhls, einer emporeüähnlichen Bühne auf dem Chor der Kirche, von wo aus der Komtur den Gottesdienst zu verfolgen pflegte

1879/80

Bau einer neuen Orgel mit 14 Registern von C. Haupt unter Verwendung “der noch brauchbaren Pfeifen aus der vorhandenen Orgel” an dem Standort “oben auf dem Chore neben dem Hochaltar”

1888

Neubedachung des Kirchenschiffes

1895

Umgestaltung des Katharinenaltars zu einem Marienaltar. Neubelegung des Fußbodens

1896

Anschaffung eines neuen Geläuts in den Tönen f, g und a. Anschaffung einer Joseph- und einer Herz-Jesu-  Statue des Bildhauers Lukas Memken

1902-1904

Verkauf von zwei gotischen Glasfenstern aus der östlichen Chorwand. Erweiterung der Kirche um ein westlich vorgelagertes Querhaus und einen Turm im neugotischen Stil, Verlegung der Orgel auf die Südseite der Empore Anfertigung von drei neuen Kichenschiff-Fenstern in Musterverglasung. Anbringung einer Kreuzigungsgruppe von F. Ewerts aus Münster über dem neuen Eingangsportal

1906

Abbruch des Kanzelaltars und Anbringen der Kanzel an der nördlichen Seitenwand mit Zugang über eine Treppe von der Sakristei aus

1910

Aufhängung eines von J. Bartscher angefertigten Kreuzwegs

1912

Verkauf der aus Wachs angefertigten Krippenfiguren an das Museum in Osnabrück

1917

Ausbau von zwei Glocken des Bronzegeläuts zu Kriegszwecken

1926

Anschaffung eines neuen Geläuts in den Tönen d, f und g

1930

Anschaffung einer a-Glocke, Instandsetzung des baufälligen Chorgewölbes

1942

Ausbau des Geläuts zu Kriegszwecken

1949

Anschaffung eines neuen Geläuts in den Tönen d, f und g. Die Inschriften auf den Glocken lauten: d-Glocke: “Bereitet den Weg des Herrn wie Johannes, so rufe auch ich wieder seit 1949 in Lage.” f-Glocke: “Heil´ger Joseph, hör uns flehen, so will ich rufen anstelle d. v. B. Brandewiede 1896 gestifteten Glocke.” g-Glocke: “Ave Maria! Das künd´ich für Lage, Rieste, Bieste seit 1949.”

1952

Es zeigen sich in den Mauern und im Gewölbe starke Risse

1956

Renovierung des Lager Kreuzes durch W.L. Wiegard. Statisches Gutachten, das die Schäden in der Bausub- stanz auf den verfaulten Gründungspfahlrost unter dem Fundament zurückführt

1960-1962

Statische Sicherung durch Neugründung der Fundamente auf Stahlbetonpfähle, Sanierung des Dachstuhls und des Mauerwerks, Erweiterung des Kirchenbaus um ein Joch nach Osten, Anbau einer neuen Sakristei, Umgestaltung der alten Sakristei zur Kreuzkapelle, Renovierung des Innenraums durch W.L. Wiegard

1963

Ablösung des Wohnrechts de Pfarrers in der Kommende, Bau des Pfarrhauses

1966

Einbau einer elektrischen Turmuhr

1969

Einbau einer Heizungsanlage

1971/72

Neuplattierung des Innenraums

1973/74

Neueindeckung des Turmes mit Kupfer, Reparatur des Kirchenschiffdaches

1975

Restaurierung des Lager Kreuzes durch W.L. Wiegard

1978/79

Erneute Sicherung von gerissenen Gewölberippen, Ausgestaltung des Chores nach den liturgischen Richtlinien gemäß Vaticanum II: Aufstellen eines Zelebrationsaltares, Weihe dieses Altares am 6.1.1979

1980

Neudeckung des Kirchenschiffs in Schiefer und des Dachreiters in Kupfer, Renovierung des Innenraumes

1985

Anschaffung neuer Kirchenbänke, die den bisherigen aus dem 18. Jahrhundert nachgebildet sind

1987

Restaurierung des Kreuzes durch H. Icks

1993-1995

Wiederherstellung der barocken Altarkulisse durch Rückführung der ursprünglichen Anordnung der Altäre im Chorraum. Rekonstruktion der Nebenaltäre und Restaurierung der Altäre gemäß ursprünglicher Farbfassung durch die Fa. Ochsenfarth

2001/02

Statische Sicherung des Gewölbes, Restaurierung der Stuckdecke und Anstrich des Innenraumes gemäß ur- sprünglicher Farbfassung. Fußboden, Heizungsanlage und Elektroanlage erneuert, Renovierung der Orgel und Umstellung in die Mitte der Empore, Erweiterung der Kreuzkapelle zur “Kapelle des Lichts”

2002/03

Restaurierung des Kreuzes durch Uwe Pleninger

2009

Beschädigung des Kreuzes beim Kreuztragen und Reparatur

 

Verzeichnis der Priester auf Lage

I. Priester aus dem Johanniterorden

 

um 1490

Heinrich Wormsberg

um 1519

Johannes Eisinck

um 1540

Johann von Horstmar

um 1552

Gisbert von Bomellen

Um 1574

Johannes Johanninck

1622-1647

Johann Kramer(+1647)

 

II. Welt und Ordenspriester

 

1652-1658

P. Theodorus Rudolphi OP

1658-1659

P. Reginaldus Pribenius OP

1659-1689

Johann Engelberti (+17.4.1689)

1689-1717

Jakob Wieghaus (+1717)

1717-1728

Bernard Lambert Hüdepohl

1728-1730

Johann Jakob Link (*1702  +14.10.1730)

1732-1771

Johann Heinrich Arns (+31.3.1776)

1771-1800

Gerhard Josef Kreutzmann (*11.4.1745  +2.4.1800)

1800-1836

P. Ludger Pölking OSB (*1.4.1766  +26.9.1836)

1836-1875

Franz Anton Pollmann (*14.3.1800  +12.10.1875)

1887-1893

Johannes Mathias Schürmann (*29.1.1841  +5.8.1893)

1894-1913

Julius August Dorfmüller (24.5.1848  +26.11.1913)

1914-1917

Hermann Johannes Rotermann (*7.11.1866  +16.2.1928)

1917-1947

Albert Grote (*19.11.1870  +14.6.1947)

1947-1967

Josef Brüggen (*31.1.1895  +27.7.1969)

1967-1983

Bernhard Berentzen (*8.2.1912  +26.4.1988)

1983-1996

Alois Otting (*1936)

1996-2000

Matthias Schneider (*1960)

1996-1998

Reinhard Potts (*1963)

1998-2001

Ludger Pöttering (*1963)

2001-2013

Dr. Heinrich Bernhard Kraienhorst (*1957)

Seit 2014

Hubertus Goldbeck (*1965) Pfarrer

Alfons Thörner (*1952) Pastor

 

III. Kapläne

 

1696-1698

P. Jordanus Jürgens OP

1699-1700

P. Constantinus Schultze OP

1700-1703

P. Hyacinthus zum Sande OP (*1655  +21.6.1721)

1725-1753

P. Bernardus Kloppenborg OP (*1681  +1753)

1758-1788

P. Josef Drolshagen OP (*1723  +30.11.1788)

1770-1771

P. Hyacinthus Beckmann OP (+12.6.1802)

1788-1811

P. Vincentius Meyer OP (*1755  +20.9.1811)

1818-1823

P. Karl Ernst OFM (*1774  +24.12.1848)

1823-1828

Anton Adam Strieker (*12.11.1799  +1.6.1871)

1828-1864

Heinrich Herft (*1804  +28.9.1876)

1864-1887

Johann Friedrich Brunemann (*20.1.1833  +16.2.1893)

1893-1894

Dr. Karl Völker (*4.4.1857  +14.11.1922)

1909

August Rosken (*15.9.1881  +21.5.1966)

1909-1912

Bernhard Temming (*8.2.1876  +10.4.1945)

1912-1914

Hermann Nyenhuis (*17.9.1887  +3.1.1961)

Verzeichnis der Küster von Lage

um 1673

Albert Uhlenkamp

um 1690

Dietrich Wibbolt

um 1739

Johann Gerd Detmar

vor 1754

Josef Gieseke

1755-1768

Heinrich Wilhelm Batsche

1768-1798

Johann Theodor Heinrich Hüdepohl

1798-1837

Wilhelm Batsche

1837-1883

Josef Batsche

1883-1927

Karl Hesse

1927-1968

Heinrich Kramer

1968-1993

Günther Kramer

1994-2003

Ansgar Stuckenberg

seit 2003

Bernard Kreutzmann